Hospiz und Seele

Eine unheilbare, schwere  Krankheit verändert alles. Jeder Mensch reagiert anders auf die Information, dass seine Lebenszeit begrenzt ist, seien es Tage oder Monate - ohnehin sind Prognosen oft schwierig. Im Vordergrund stehen im ersten Moment oft die medizinischen Fragen und die Pflege: Wie geht es weiter, wer kann mir helfen.

Aber das konkrete Lebensende bringt noch ganz andere Fragen, Ängste und Unsicherheiten mit sich. Wer kennt sich aus damit? Wer hat Zeit, über Persönliches, Quälendes, Beglückendes zu sprechen? Über Erinnerungen und das Kommende? Wer trauert und wer lacht mit Patienten und Angehörigen? Wer hat ein offenes Ohr und viel Erfahrung mit ALLEN Themen, die am Lebensende aufkommen können?

Die wichtigsten Helfer bei diesen Fragen können Hospizhelfer oder Seelsorger sein.

> Ambulante Hospizdienste kommen zum Patienten nach Hause oder in Pflegeheime, zum Teil auch in Kliniken.

> Stationäre Hospize nehmen Patienten in den letzten Lebenstagen als Gast auf, wenn die Versorgung zuhause nicht mehr möglich ist.

> Der Kinder- und Jugendhospizdienst begleitet Familien mit einem totkranken Kind.

> Seelsorger sind Ansprechpartner für spirituelle und religiöse Fragen.

> Trauerbegleitung richtet sich vordergründig an Angehörige, aber auch Patienten müssen Abschied nehmen.